"Falstaff Wine Guide 2009 (185 kb)
"Austria Wine Guide 2009 (196 kb)
"Vinaria" 10.03.2007 (97 kb)
Die Sommelière Natalie Lumpp empfiehlt:
Dieser Wein ist eine Wucht!
Wenn ich die österreichischen Weinetiektten betrachte, muss ich schmunzeln. Bitte nicht falsch verstehen! Es fällt mir oft auf, dass die Winzer dort viele englische Statements auf ihre Eitketten bringen, genauer gesagt auf die Rückenetiketten. Der Wein, den ich Ihnen vorstelle, hat das Englische sogar im Namen: "Veltliner Friends". Die Ausstattung ist sehr geschmackvoll und modern, undder Wein selber ist eine Wucht! Er leuchtet in hellem Gold und hat einen wunderbaren, sehr ansprechenden Duft, an Orangen und Lindenblüten erinnernd. Im Gaumen zeigt der Wein seine Kraft, wobei er richtig gelbfleischig wirkt, wie reife Mirabellen. Insgesamt bietet er eine perfekte Balance, und er ist dabei sehr fruchtdominiert. Ein Wein, der Spaß macht. Dahinter verbirgt sich ein Cuvée von zwei verschiedenen Winzern. Ja, Sie haben richtig gelesen: Zwei Winzer haben ihre Grünen Veltliner - ein ganz typische Weißwein-Rebsorte für Österreich - zusammengegeben. Diese beiden jungen Winzer Michael Martin und Werner Hauser aus der Region Weinviertel hatten ihren ersten gemeinsamen Erfolg gefeiert, als sie im 2000er Jahrgang ein Rotweincuvée mit der Bezeichnung "Friends" komponierten. Ein Zufall: Als die beiden Freunde sich damals trafen, um die ersten im Barrique ausgebauten Weine zu verkosten, wurden ihre Erwartungen nicht ganzlich erfüllt. Im Laufe des Abends kamen verschiedene Rotweinproben in einem Glas zusammen. Einer der beiden Winzer probierte und rief: "Jetzt passt's auf einmal!" Dass sich die österreichischen Weine bei uns steigender Beliebtheit erfreuen, ist meiner Ansicht nach nicht nur auf die gute Qualität zurückzuführen, sondern auch auf die Etikettengestaltung: Die WInzer/innen beschränken sich meist auf Jahrgang, Rebsorte und Weingut. Im Gegensatz zu deutschen Weinen muss man sich nicht mit komplizierten Lagen- und Qualitätsbezeichnungen herumschlagen...
Weintipp im Magazin BRIGITTE Nr. 6/02.03.2005